Die Möglichkeit eines Meeres

Nach Motiven aus „Die Frau vom Meer“ von Henrik Ibsen

Text und Regie: Jakob Roth

Mit Steffen Buckmiller, Katharina Holzhey, Marita Kuhn, Finnegan Pulfer, Lena Sammüller und Matthias Weber


Premiere: Freitag, 28. Juni 2019

Weitere Termine: Mi 03.07., So 07.07., Di 09.07., Fr 12.07., Sa 13.07., Mi 17.07.19 - jeweils um 20 Uhr


Wie findest Du meinen Mund?
Der ist wunderschön.
Und wie findest Du meine Haare?
Die sind wunderschön.
Und wie fändest Du es, wenn ich diesen Teller hier an die Wand werfen würde? Wie fändest Du das?
Das fände ich wunderschön.

Neue Bühne Bruck, Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Fürstenfeld 11, 82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 08141/18589

Kartenvorverkauf ab 14.06.2019
Kartenservice Fürstenfeld: 08141/6665-444, kartenservice@fuerstenfeld.de
Kartenservice Amper-Kurier im AEZ Buchenau: 08141/355440, tickets@amperkurier.de
Abendkasse ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn: 08141/18589
Eintritt: 12,- Euro
Schüler/Studenten: 6,- Euro


Über das Stück

Das Theater 5 wurde 1981 in Fürstenfeldbruck gegründet. Mehr als 90 Mitwirkende im Alter von 11 bis 85 Jahren waren an den bisher 41 Produktionen beteiligt. Nach dem Tassilopreis der Süddeutschen Zeitung im Jahr 2012 wurde es im vergangenen Jahr mit dem Kulturförderpreis Fürstenfeld ausgezeichnet.

Ausgangspunkt der Stückentwicklung „Die Möglichkeit eines Meeres“ ist die 1888 geschriebene szenische Ballade „Die Frau vom Meer“ von Henrik Ibsen. Diese erzählt die Geschichte einer Familie in einer norwegischen Kleinstadt. Bezirksarzt Doktor Wangel lebt dort zusammen mit seinen zwei Töchtern aus erster Ehe, Bolette und Hilde, und seiner zweiten Frau, Ellida, die er nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete. Im Lauf der Handlung kommen „Freunde der Familie“ zu Besuch und mehr und mehr werden Spannungen innerhalb der Familie sichtbar. Ellida sehnt sich nach einem anderen Leben, Wangel hat Verlustängste und die Töchter stehen deplatziert zwischen den Fronten.

Das Theater 5 hat Ibsens „Die Frau vom Meer“ im Probenprozess nun im Lauf mehrerer Monate überschrieben, verdichtet und weiter assoziiert. Durch analytisches Lesen, Schreibaufgaben, Gespräche und szenische Spiele, hat die Gruppe unter Anleitung des Regisseurs Jakob Roth versucht, einen persönlichen Zugriff auf die durch Ibsen vorgegebenen Themen und Figurenkonstellationen zu finden. Dadurch ist eine neue, eigene Stückentwicklung „Die Möglichkeit eines Meeres“ entstanden.

Bewusst wurden die klassischen narrativen Strukturen aufgelöst und so, neben szenischen Dialogen, immer wieder assoziative Reflexionsräume und Bilder geschaffen, die um die Frage eines fragilen familiären Zusammenlebens kreisen. Dazwischen blitzen Fratzen des Ibsenstücks von 1888 auf. Fratzen eines vielleicht vergangenen Frauen-, Männer- und Familienbildes. Ein provinzielles Leben, über das die Kleinbürger, Amtsärzte und Oberlehrer regieren. Unterdrückung und Macht, schmierige Flirts aber auch aufrichtige, zerbrechliche Gespräche über Träume, Wünsche und unauflösliche Konflikte in den zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb einer Familie.

So wie diese Konflikte nicht durch einfache Antworten und Patentrezepte aufgelöst werden können, so versucht die neue Stückentwicklung auch keine abschließenden Antworten oder übersichtliche Situationen zu präsentieren. Viel mehr kreist und mäandert der Abend fragend durch das Unterbewusst-sein einer Familie und offenbart dabei aber auch immer wieder kollektive, nicht-rationale Glücksmomente eines Zusammenlebens.

Jakob Roth studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Anschließend arbeitete er in den letzten 2 Jahren der Ära Castorf an der Volksbühne Berlin mit Regisseuren wie Christoph Marthaler, René Pollesch oder Herbert Fritsch. Er lebt und arbeitet als freier Regisseur in München.


Theater 4 – KOKON

Theater 5 präsentiert:

Kokon – Ein Stück des Theater 4

Text & Regie: Katharina Holzhey

Sonntag, 17.03.2019
Montag, 18.03.2019
jeweils um 20:00 Uhr
Säulensaal im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck

Produktion: Theater5
Leitung: Matthias Weber
Musik: Luis Gruhler

Mehr dazu

Chronik

1982 Das Mißverständnis von Albert Camus
Romulus der Große von Friedrich Dürrenmatt
1983 Momo eine Inszenierung des Theater 5 nach Michael Ende
Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch
1984 Momo II, Überarbeitung mit neuer Musik
1985 Schule mit Clowns von Friedrich Karl Waechter
Endstation Sehnsucht von Tennesee Williams
1986 Die Panne von Friedrich Dürrenmatt
1987 Leonce und Lena von Georg Büchner
1988 Krabat eine Inszenierung des Theater 5 nach dem Roman von Ottfried Preußler
1989 Topaze von Marcel Pagnol
1990 Kiebich und Dutz von Friedrich Karl Waechter
Wer hat Angst vor Virginia Woolf von Edward Albee
1991 Tartuffe von Molière
1992 Brand im Souterrain von Pavel Kohout
1993 Mamapapa von Manuel Schöbel
1994 Die Goldbergvariationen von Georg Tabori
1995 Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth
1996 Krieg im dritten Stock von Pavel Kohout
1997 Wer einen Fuß stiehlt, hat Glück in der Liebe von Dario Fo
1998 Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben von Tankred Dorst
1999 Bunbury von Oscar Wilde
2000 Feuergesicht von Marius von Mayenburg
2002 König Ubu von Alfred Jarry
2003 Woyzeck von Georg Büchner
2004 Freischütz eine Bearbeitung nach der Volkssage und der Oper von C. M. von Weber
2005 Hedda Gabler von Henrik Ibsen
2006 Wir im Finale von Marc Becker
2007 I hired a contract killer Inszenierung des Theater 5 nach dem Drehbuch von Aki Kaurismäki
2008 Der Räuber Hotzenplotz Inszenierung des Theater 5 nach dem Buch von Otfried Preußler
2009 Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth
2010 Eine heikle Sache, die Seele von Dimtré Dinev, eine Produktion von Hinz und Kunzt
2011 Der goldene Drache von Roland Schimmelpfennig
2012 Drei Schwestern von Anton Tschechow
2013 Frau Müller muss weg von Lutz Hübner
2014 Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare
2015 Diebe von Dea Loher
2016 Komödie im Dunkeln von Peter Shaffer
2017 Wassa Schelesnowa von Maxim Gorki
2018 Das Ding von Philipp Löhle
2019 Kokon von Katharina Holzhey, eine Produktion des Theater 4
Die Möglichkeit eines Meeres von Jakob Roth, nach Motiven von Henrik Ibsen

Kontakt

THEATER 5 e.V.
c/o Dr. Matthias Weber
Mühlfeldstr. 9
82256 Fürstenfeldbruck
info@theater5.de
www.theater5.de

Vertretungsberechtigter Vorstand
1. Vorsitzender: Dr. Matthias Weber,
Mühlfeldstr. 9, 82256 Fürstenfeldbruck
2. Vorsitzender: Steffen Buckmiller,
Feuerhausstr. 4, 82256 Fürstenfeldbruck

Registergericht: Amtsgericht München
Registernummer: VR 40365
Gestaltung & Umsetzung: www.mwimmerdesign.de


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